Immer hatten wir gedacht, sie könnte kein
Wässerchen trüben, obwohl man schon vermutete, stille Wasser sind tief. Jedoch
war sie von jeher nah am Wasser gebaut. Trotzdem waren wir der Meinung, niemand
könnte ihr das Wasser reichen. Aber dann geriet sie vom Regen in die Traufe und
sie konnte das Wasser nicht länger halten. Schnell verwässerten sich damals
allerdings die Umstände und niemand konnte mehr den Ablauf rekonstruieren.
Später rappelte sie sich wieder schluckweise, bis sie fontänengleich aus dem
Wildwasser stieg. Aber es dauerte nicht lange, und sie brachte abermals das
Fass zum Überlaufen, sodass kaum einer trocken blieb. Wie ein Fisch im Wasser
wedelte sie im nächsten Sommer wieder über die Promenade und das Vergangene
kümmerte sie einen feuchten Kehricht. Zwar wirkte ihr Blick beinah wässrig,
doch war das vielleicht der diesigen Morgenluft geschuldet. Nach all den
Eskapaden zitterte sie nun auf ihren Wasserbeinen und schaute sehnsüchtig nach
dem Horizont. Aus ihrem Haar fielen silberne Wassertropfen tränengleich auf
ihre Haut. Sie musste unglaublich durstig sein. Als man ihr einen Wodka
reichte, verzog sie kaum eine Mine. Sie goss ihn die Kehle hinunter wie andere
sprudelndes Quellwasser. Dann lenkte sie ihre Schritte zurück zur Klinik hinter
den Dünen, um sich genüsslich dem Wellenbad hinzugeben. Am frühen Abend stand
ihr schon wieder das Wasser bis zum Hals, doch an eine Umkehr in ruhiges
Fahrwasser war nicht zu denken. Hier und da tauchte sie ihre Fingerspitzen in
Dinge, die sie nichts angingen. Dass ihr eisige Blicke folgten, perlte
förmlich von ihr ab. Offenbar hielt sie diese für schäumende Wellen der Bewunderung.
Doch die einst uferlose Verehrung war längst mit den Gezeiten verebbt und in
die dunklen Sphären der Tiefsee gesunken. Bis heute scheut sie ein reinigendes
Gewitter wie der Teufel das Weihwasser.
Vorworte werden meist zu bereits Geschriebenem verfasst - im Nachhinein. Und dennoch weisen sie voraus. Nachrufe beschwören Vergangenes. Sie weisen im Zurückblicken ebenso voraus auf den künftigen Umgang mit dem Verbleibenden. Nachworte markieren einen Punkt in diesem Kontinuum.
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Mai 16, 2011
Februar 19, 2011
grenzland
dein spiegelbild in schwarz-weißem nebel. wer bist du? hinter der maske gehst du spazieren in wäldern. was du findest, nennst du beim namen. grenzland. sie vergaßen stufen zu bauen für dein puppenhaus. mit aufzügen fährst du in falsche etagen seither. dein oben wird unten und auf der hälfte nimmst du die bahn. einem vierten horizont entgegen. am kopfbahnhof steigst du aus. sie müssen rangieren. du gehst in die fremde stadt. hier bist du geboren. hinter fassaden schimmern paläste. in fenstern erkennst du wiegende tänzer. phantome halbieren die luft und feiern heimlich ein fest. ihre einladung hast du ausgeschlagen, aber du sagst es noch nicht. die freiheit nimmst du dir. lässt es zu, dass sie dich glücklich nennen und willst sie nicht kränken. beinah glaubst du ihnen, doch wächst dein verdacht. dann machst du tabula rasa und verlässt den gedeckten tisch. künftig wirst du alleine essen. kartoffeln mit schale und kümmel. dein gegenüber wischt sich den mund, immerhin.
grenzland. du suchst einen garten und wartest am fluss. womöglich treibt er vorüber oder du nimmst eine düne in obhut. irgend festland im rücken. dann steht einer vor dir, barfuß, greift deine hand. er ist schön, ein versprechen. du glaubst, ihn zu kennen. ihr geht durch die dunkelheit. steigt einen turm hinauf, glasperlen im schein der schwarzen sonne zu sehen. stufen brechen ein unter euch und ihr lacht. ihr braucht kein zurück. doch schweift er ab, fragt dich nach feuer für seinen weg. du machst ihm licht, damit er nicht stolpert. schaust ihm hinterher und fürchtest dich nicht. du bleibst.
grenzland. wach auf. vorbei dein heute. mit kusshand drehst du kalenderblätter und schlägst dir verstohlen den sand aus den augen. millionen breiten die flügel aus. eine kamera öffnet den weg über die brücke. du gehst, deine einfalt im handgepäck. auf der anderen seite empfängt dich fallendes laub. niemand hätte gedacht. du machst alberne sprünge. die gefahr scheint gebannt und du ahnst, es ist wahr.
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Dezember 07, 2006
alter nachtwunsch
an leib und seele zittere ich, klappere, schlottere, von einem sturm hin und her gewürgt, gewrungen. unser reden, spekulieren ist unterstellen; wird zum einander beob- und endlich verachten. ich will nicht gezwungen sein in deinen kampf. und dabei heldisch mich fühlen, dass ich bestehe und nicht erneut anfalle – dich.
was ängstigt mich denn? meine oder deine ohnmacht – dein drohen, ja du drohst, du bedrohst, leise, mit worten, mit augenblicken, nicht mich, unsere freiheit aber.
etwas steht auf dem spiel. und was steht zur debatte? wir drehen uns, wir wenden uns ab. wir hatten lieder. jetzt drückst du auf wiederholung. und ich so klein. beide herzen mit weh, kein rezept, keine pille, therapieresistent.
dann gebete in luftarmen stößen. zu einem, der es richten soll. ich bitte, ich flehe, komm her und hilf! meine ruhe ist lüge, mein amen placebo. die wege trennen sich, und doch sagt die physik, sie werden einander irgendwo irgendwann wieder treffen. krümmt nicht die zeit den raum? niemals bis dato zog ich natur als rechtfertigung meiner argumente heran. kennte ich doch die musik - ich könnte warten.
angst – dies wird nicht heil werden. beschädigt. zernichtet. nun, die hoffnung. auch sie hat mal feierabend, und dann und wann einen festtag. da gibt man sich frei.
den weg laufen – säumten kirschbäume seinen rand und brombeeren – dann wüßt ich die richtung. himmel – ich seh ihn. und weiden, birken, kastanien. sanft beugen sie ihre zweige einander zu und hüten der nachtigall blaues rätsel.
sternenzelt du – deck mich zu.
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November 05, 2006
spiegelung
Zurückgekehrt nach Tagen auf einer Insel glüht noch immer das südliche Licht in mir. Wahrhaftiger Luxus: Stunde um Stunde frei von Sorge, Not oder Schmerz gewesen zu sein.Wieder und wieder Trost der steten Brandung, jeder Augenblick traf eine zarte Bewegung der Welt, ob Wellen, Sand oder Blüte, Katz oder Ziege mit Glöckchen, Bö oder salzigen Nebel.
Und hier? Und jetzt? Feuchtglänzende Schieferdächer, gelb gesäumt von Novemberblättern, darüber Himmelgrau. Mein Auge baut das Bild eines diesseitigen Ufers, gegenüber, die andere Straßenseite wird mir zur umwachsenen See, schuppige Dachtafeln flimmern wie windbewegtes Wasser und beinah segelt ein Boot vorüber.
Bald fällt der Schnee und ich werde eislaufen so nah vor dem Fenster.
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Juli 15, 2006
vergeben
Wie nur ein einziger Buchstabe, eine kleine luftige Bewegung der Zungenspitze ein Deutungsuniversum verschiebt. Und über welche inneren und äußeren Umwege, über welche Ozeane, Wüsten, Wälder, Massive und Weiten wir geführt werden, um dann angekommen und gezielt zu sagen: vergebens, vergebens. Früh werden die Straßen gepflastert mit Geben und Gaben. Aber ja, die Gabe bezeichnet den Akt des Schenkens, wie also: Dieses hast du umsonst, ohne einen Preis zu zahlen, sieh, ich vergebe dir dies. Und am Abend erlaube ich dir, von dannen zu ziehen mit meiner Hingabe. Ich werde dir nichts berechnen.
Aber wird nicht doch ein Vertrag geschlossen? Liegt nicht in der vergebenden Geste eine hochmütige Bewegung, die den Beschenkten die Lider schließen lässt? Und erwächst vielleicht aus dieser Rührung der Impuls, sich für die grobe Erwartungslosigkeit zu rächen? Umsonst, vergeblich, schenkweise. Das lässt einer nur schwer auf sich sitzen. Das wird unerträglich. Das kann er nicht haben. Das kriegst du wieder. Dann schreiten sie zur nie erahnten Rückgabe ihrer Präsente. Und wiegen schwer in den Händen das jeweilige Gut. Jedoch, das bleibt vergebens. Gleiche Münzen gibt es nicht mehr, die Zinsen sind gestiegen, womöglich die Währung ersetzt oder sie heißt jetzt anders, und es geht nur noch Mund zu Mund statt Hand in Hand, die Zeiten sind längst vorbei. Tauschhandel - Ware gegen Ware, ich geb dir einen Wechsel, geh doch zum Pfandleiher. Vielleicht vergibt er dir unsere Schuld, denn geschenkt ist geschenkt und wiederholen ist gestohlen.
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März 11, 2006
wer, wenn ich riefe
Immer deutlicher wird mir die Last, nicht reden zu können. Oder die Gewissheit, dass alles Reden nichts nützte, ja, jeder doch nur dies verstünde, was ohnehin in den goldenen Büchern geschrieben steht. Da sagen die Stimmen der Nächsten: Geh! Wach auf und sieh auf dich! Lass ab von deinem Hochmut, mit dem du uns seit jeher in die Gesichter spuckst! Kein Ort, wohin ich mich wenden wollte. Kein Priester, kein Freund, kein Medicus, kein Bruder, keine Mutter oder Maria. Wie damals in den fernen Tagen verdunkle ich den Schmerz just durch ein grelles Lachen oder maskiertes Mittun. Und ich sitze mitten unter ihnen. Staune, maule und kaue marionettenhaft - ahnungslos fragend, wer aus welcher Richtung wohl ihre Glieder bewegt. Und warum. Faszinierendes Rädern der Gleichgültigen, sie tragen schwer an ihren trivialen Gewichten und treten dennoch ans Licht.
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November 11, 2005
day light
Genau, weil ihr immer alles so leicht nehmen müsst. Ist ja auch nichts leichter als das. Und du, warum nimmst du eigentlich alles auf die leichte Schulter? Obwohl, man denkt das immer so leichtblütig. Dein Atem aber, ich weiß nicht, seit gestern höre ich da ein leichtes Nebengeräusch. Damals fiel dir das leicht. Ich meine, jetzt, wo alles leichter geworden ist, braucht man sich auch nicht mehr zu beschweren, oder? Leichten Fußes kann man doch heute über manches hinwegsehen, ja und gehen vor allem. Für dieses leichte Mädchen war es auch wieder einfach. Die schafft jede Hürde mit Leichtigkeit. Links und rechts ein leichtes Lächeln und schon kapitulieren sie alle still und leise. Daran hab ich zwar leichte Zweifel, aber wen juckt's. Und dann bekam ich letzte Woche dieses leichte Ziehen. Ich kann noch nicht mal genau sagen wo. Vielleicht oberhalb, nein weiter unten, genau, genau, leicht daneben. Komisch, leicht verständlich ist das nun nicht gerade. Wo ich doch permanent versuche, es mir leichter zu machen. Es ist mir ansonsten ein Leichtes, etwas wegzustecken und normalerweise erleichtert mich eine Diagnose. Aber jetzt, wo er das nur so leicht dahingesagt hat? Ich bin nicht leichtgläubig, nein. Und so leicht lass ich mich auch nicht ins Bockshorn jagen. Erst recht nicht mit dieser leichten Ironie. Es könnte ja auch sein, dass er leicht übertrieben hat. Und dann steh ich da, obwohl das offenbar nur die leichtere Variante ist. Aber einen leichten Anflug von Hochmut hatte er schon in den Augen. Als ich noch Leichtathletik trainierte, ist mir das nicht passiert. Und man brauchte nur den leichten Übergangsmantel. Ja damals. Leichtfertig war ich eigentlich nie. Aber das sagt man auch so leichthin. Und dann fragt man sich, wie man leichten Herzens so etwas tun konnte. Das grenzt schon an Leichtsinn.
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November 07, 2005
jetzt
Jetzt, in dieser Minute, beginnt seine Prüfung. Jetzt haben sie ihn begrüßt, ihm vielleicht schon die erste Frage gestellt. Jetzt.Vorhin, als er ging, wusste ich nichts zu sagen. Viel Glück, Hals- und Beinbruch, du schaffst das, ich bin bei dir, du kannst das. Nichts davon hab ich gesagt.
Es ist die Eintrittskarte in einen neuen Abschnitt. Ein Ja-Wort für die Zukunft. Eine Erlaubnis, mit Gewährung. Sie sagen ihm, was er dann auf sein Schild schreiben darf. Dann. Aber jetzt. Jetzt redet er, fünfundvierzig Minuten lang redet er über Unendliches. Er wird es abarbeiten. Die Listen, Tabellen, Definitionen hersagen, das Gewusste darbieten, sich verkaufen, von sich geben und sich hoffentlich vergeben, sollte dieses eine Detail ihm tatsächlich entfallen sein.
Jetzt. Ich kann nichts tun. Vorhin wollte ich noch eine Kerze anzünden. Mich in Gedanken zu ihm setzen mit den Karteikarten. Keinen Fuß werde ich vor die Tür setzen können, um ihm entgegen zu gehen. Vor dem Amt auf ihn warten, ihn begrüßen, mit Blumen, mit einem Geschenk?
Er war fröhlich heut morgen, mit einem seltenen Lächeln auf den weichen Lippen. Mit schweren Schritten ging er durch das Küchenzimmer. Ich holte den Anzug aus den Plastikhüllen der Reinigung. Das blaue Hemd roch frisch. Er hatte den Bart rasiert, nicht das Gesicht.
Ob er sich wohl fühlt. Bleibt er im Fluss. Wohlwollen? Gemeine Fragen? Fallen? Jetzt. Noch fünfzehn Minuten. Meine Finger starr und kalt. Ich habe kein Fest vorbereitet. Übertreibe ich. Soll ich ihn anrufen, dann? Was ihn fragen. Wie war es. Hattest du Angst.
Vier Minuten nach elf. Jetzt. Die vorletzte Frage. Das Wichtigste ist gelaufen. Jetzt gilt es, den Abschluss zu finden. Vielleicht die Krönung, vielleicht etwas ausbügeln, noch einmal den Bogen spannen. Gewissheit. Hat er sie schon.
Ich sitze gelähmt, ein Rausch. Ich bin keine Mutmacherin. Das musste ich jetzt abgeben. Da konnte ich nichts mehr tun. Er hat eine Kraft, von der ich nichts ahne. Ich hoffe nur das eine: dass sie ihm nicht dumm gekommen sind. Das irritiert ihn am meisten. Jetzt. Zehn Minuten nach elf. Die letzte Frage. Vielleicht reden sie schon ausgelassen. Er kann charmant und unmerklich einladen. Zu Konfrontation. Doch und das zu allererst zum Gespräch, zum Hin und Her der Argumente. Er lässt sich nicht abfragen.
Noch eine Minute. Jetzt schließen sie die Mappen. Werden sie sofort die Note wissen oder erst über sie beraten. Vielleicht ist es besser, dass ich ihn dort nicht abhole, erwarte.
Eine Uhr zeigt 11.12 h, die andere 11.16 h, die dritte sagt 11.14 h. Er wird mich anrufen, wenn er zum Auto geht. Wird mich nicht warten lassen. Noch länger.
11.20 h - gerade parkt er ein vor dem Haus.
Es ist die Eintrittskarte in einen neuen Abschnitt. Ein Ja-Wort für die Zukunft. Eine Erlaubnis, mit Gewährung. Sie sagen ihm, was er dann auf sein Schild schreiben darf. Dann. Aber jetzt. Jetzt redet er, fünfundvierzig Minuten lang redet er über Unendliches. Er wird es abarbeiten. Die Listen, Tabellen, Definitionen hersagen, das Gewusste darbieten, sich verkaufen, von sich geben und sich hoffentlich vergeben, sollte dieses eine Detail ihm tatsächlich entfallen sein.
Jetzt. Ich kann nichts tun. Vorhin wollte ich noch eine Kerze anzünden. Mich in Gedanken zu ihm setzen mit den Karteikarten. Keinen Fuß werde ich vor die Tür setzen können, um ihm entgegen zu gehen. Vor dem Amt auf ihn warten, ihn begrüßen, mit Blumen, mit einem Geschenk?
Er war fröhlich heut morgen, mit einem seltenen Lächeln auf den weichen Lippen. Mit schweren Schritten ging er durch das Küchenzimmer. Ich holte den Anzug aus den Plastikhüllen der Reinigung. Das blaue Hemd roch frisch. Er hatte den Bart rasiert, nicht das Gesicht.
Ob er sich wohl fühlt. Bleibt er im Fluss. Wohlwollen? Gemeine Fragen? Fallen? Jetzt. Noch fünfzehn Minuten. Meine Finger starr und kalt. Ich habe kein Fest vorbereitet. Übertreibe ich. Soll ich ihn anrufen, dann? Was ihn fragen. Wie war es. Hattest du Angst.
Vier Minuten nach elf. Jetzt. Die vorletzte Frage. Das Wichtigste ist gelaufen. Jetzt gilt es, den Abschluss zu finden. Vielleicht die Krönung, vielleicht etwas ausbügeln, noch einmal den Bogen spannen. Gewissheit. Hat er sie schon.
Ich sitze gelähmt, ein Rausch. Ich bin keine Mutmacherin. Das musste ich jetzt abgeben. Da konnte ich nichts mehr tun. Er hat eine Kraft, von der ich nichts ahne. Ich hoffe nur das eine: dass sie ihm nicht dumm gekommen sind. Das irritiert ihn am meisten. Jetzt. Zehn Minuten nach elf. Die letzte Frage. Vielleicht reden sie schon ausgelassen. Er kann charmant und unmerklich einladen. Zu Konfrontation. Doch und das zu allererst zum Gespräch, zum Hin und Her der Argumente. Er lässt sich nicht abfragen.
Noch eine Minute. Jetzt schließen sie die Mappen. Werden sie sofort die Note wissen oder erst über sie beraten. Vielleicht ist es besser, dass ich ihn dort nicht abhole, erwarte.
Eine Uhr zeigt 11.12 h, die andere 11.16 h, die dritte sagt 11.14 h. Er wird mich anrufen, wenn er zum Auto geht. Wird mich nicht warten lassen. Noch länger.
11.20 h - gerade parkt er ein vor dem Haus.
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November 05, 2005
eintritt
Vorworte werden meist zu bereits Geschriebenem verfasst - im Nachhinein. Und dennoch weisen sie voraus.
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